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Kultur

Tom Ford

Fashion-Saga als Thriller-Stoff


Am Anfang war es nur eine vage Meldung: Regissseur-Altmeister Ridley Scott, der in Deutschland zuletzt mit seinem brillanten Heroindealer-Epos "American Gangster" zu sehen war, wird die dramatische Geschichte des 1923 gegründeten Designerlabels Gucci verfilmen.

Tom Ford
Nun ließ seine Frau, die Filmproduzentin Giannina Facio, bei einem Dinner von Salma Hayek in Los Angeles erste Details über das brisante Großprojekt durchsickern: Ein Drehbuchschreiber ist gefunden. Das Firmenarchiv wird gerade nach Original-Entwürfen aus den sechziger bis neunziger Jahre durchforstet und das Casting der Hauptcharaktäre läuft auf Hochtouren. Die britische Presse sieht bereits Russell Crowe (Scotts Lieblingsheld!) oder Clive Owen in der Rolle von ex-Chefdesigner Tom Ford.

Schließlich führte Ford die Traditionsfirma nach heftigen Familienfehden in den Neunzigern aus einer tiefen Krise. Engagiert von Mauricio Gucci, dem Enkel des Firmengründers Guccio Gucci, musste Ford 1995 auch den Höhepunkt des Clan-Krieges miterleben: Mauricio wurde vor seiner Mailänder Residenz von einem Auftragskiller kaltblütig erschossen. Die Auftraggeberin: Seine eigene Ehefrau Patrizia Reggiani! Die italienische Justiz verurteilte sie daraufhin zu 29 Jahren Haft, obwohl sie stets auf "nicht schuldig" plädiert hatte. Kein Wunder also, das der Drehstart des Designer-Dramas mit Spannung erwartet wird.

Text: Ralf Niemczyk, Fotos: Getty Images

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